Juniorwahlen 2011

Der Leistungskurs PW bei „Jugend debattiert mit Spitzenkandidaten"

Am Montag den 12. September besuchte ich mit dem Leistungskurs PW des 1. Semesters die Veranstaltung „Jugend debattiert mit Spitzenkandidaten" im Rathaus Schöneberg. Um 12.30 Uhr wurden die Debatten eröffnet und den Anfang machte Klaus Wowereit (SPD) mit dem Thema

„Sollen Kitas und Universitäten in Berlin gebührenfrei bleiben?". Die Debattenpartner waren die Gewinner des „Jugend debattiert“ Wettbewerbs der letzten Jahre.

Das System einer Debatte setzt sich wie folgt zusammen:

Pro und Contra halten jeweils eine Eröffnungsrede von zwei Minuten. Dann folgen jeweils drei Reden - bzw. Gegenreden von der Dauer einer Minute. Abschließend halten beide eine Schlussrede von ebenfalls einer Minute.

Jeweils nach den Debatten hatte das Publikum die Möglichkeit, ihre eigene Meinung zu den verschiedenen Themen kund zu tun, mittels Pro und Contra Karten. Nachdem über das Thema abgestimmt wurde, konnte man die Debattierenden befragen. Dies erwies sich für einige Gäste als eine gute Gelegenheit, die Spitzenkandidaten mit persönlichen Anliegen zu konfrontieren. Anschließend an die Debatte des SPD Politikers folgten die der CDU mit Frank Henkel, der GRÜNEN mit Renate Künast, der FDP mit Christoph Meyer sowie der LINKEN mit Harald Wolf als Spitzenkandidaten. Die Redner hatten sich die Themen vorab ausgewählt und ein Bezug zu dem aktuellen Wahlkampf war sehr stark zu erkennen.

Die gesamte Veranstaltung fand ihr Ende gegen 14.20 Uhr.

Zusammenfassend möchte ich anmerken, dass der Besuch unseres Leistungskurses bei diesem Event, sehr informativ war, besonders in Hinsicht auf die (Junior-)Wahlen, die kurz bevorstanden.

Von Derya Lienen Q1

Diesmal durften auch die Minderjährigen...

Am 16.9.2011 wurden an unserer Schule, dem FEG, im Vorfeld der Landtagswahl in Berlin die Juniorwahlen abgehalten.

Teilnehmen durften Schüler unserer Schule von der siebten bis zur zehnten Jahrgangsstufe.

Bei der Juniorwahl handelt es sich um eine Simulation einer normalen Wahl, sie soll einen Ausblick auf die Zukunft der deutschen Politik auf Landes- und Bundesebene geben.

Abgehalten wird diese Wahl, weil die Jugendlichen als „Wähler von morgen" einen guten Politik-Seismographen abgeben und den etablierten und nicht etablierten Parteien Deutschlands einen Anstoß geben sollen in welche Richtung die nächste Wählergeneration denkt.

Stattgefunden hat die Juniorwahl zwischen 8:30-13:30 Uhr in der Aula unserer Schule.

Organisiert wurde die Juniorwahl dieses Jahr vom Leistungskurs PW des ersten Semesters Q1.

Zwei beziehungsweise eine Woche(n) vor der eigentlichen Wahl sind Schüler des PW-Leistungskurses durch die Klassen der 7-10 Jahrgangsstufe gegangen und haben den verschiedenen Klassen geholfen die so genannten Wahlhelfer und Helferinnen zu bestimmen oder zu wählen.

Deren Aufgabe war es dem Wahlvorstand (ebenfalls Schüler des PW-­Leistungskurses) am Wahltag zu ihrer vorher bekannt gegebenen Wahlzeit ein Klassenverzeichnis, in dem jeder Schüler der Klasse alphabetisch aufgelistet ist, abzugeben und den Wahlvorstand darüber zu informieren ob alle Schüler anwesend sind oder nicht.

Danach wurden die Schüler einzeln aufgerufen, gefragt ob sie wählen wollen, über den Wahlhergang informiert und schließlich mit einem Wahlzettel in eine Wahlkabine geschickt.

Alles in allem lief die Wahl reibungslos ab und der Zeitplan der vom Wahlvorstand ausgearbeitet wurde, konnte perfekt eingehalten werden.

Am Montag den 19:9.2011 wurde dann, einen Tag nach der richtigen Wahl, das Ergebnis der Juniorwahl bekannt gegeben, dass Ihr immer noch am SV-Brett einsehen könnt.

Teo Kamstra Q1

Reise in die Steinzeit

Reisegruppe: Klasse 5 a

Reisetermin: 17.11.2010

Die Reise begann mit einem Steinzeitfrühstück, Hafer, der mit einem Stein zu Flocken gemahlen wurde, Rohkost, Milch und Honig. "Wie anstrengend" war häufig zu hören, auch "Darf ich das wegtun? Mir schmeckt das nicht."

Dann begann die eigentliche Arbeit; es konnte gewählt werden zwischen der Schmuckwerkstatt, der Schuhwerkstatt, der Töpferei und der Weberei. Dabei waren die Materialien zwar nicht ganz authentisch, so wurden die Schuhe aus Filz statt aus Leder hergestellt und gewebt wurde in einer Astgabel statt auf einem Rahmen, aber die Ergebnisse können sich sehen lassen. Und die Schüler haben durch das eigene Tun erfahren, wieviel Arbeit eigentlich in einem Schuh, einem Lederbeutel oder einem Schmuckstück steckt, wenn die moderne Technik nicht zur Verfügung steht. Geduld war gefragt und das fiel manchem ganz schön schwer. Am Ende waren dann aber alle zufrieden, weil jede/r etwas geschaffen hatte, was als Souvenir von der Reise in die Steinzeit mit nach Hause genommen werden konnte.

Jahrgangsübergreifendes Lernen:

SchülerInnen lernen von SchülerInnen

Der Leistungskurs Geschichte hat vor den Sommerferien 2010 Museumsführungen für die 8. Klasse im DHM angeboten. In Kleingruppen ging es von der französischen Revolution weiter zu Napoleon (hier gab es unter anderem Napoleons Dreispitz aus der Schlacht von Waterloo zu bestaunen!), vom Wiener Kongress und der anschließenden Entwicklung Preußens zur Revolution von 1848. Zum Schluss gab es noch ein Quiz.

Projekt: "Suche nach Erinnerung -

Zwangsarbeit im Nationalsozialismus"

http://www.youtube.com/watch?v=L8lr63TOWrM

Projekt Schulparlament für die 9. Klassen

Wie schon im vergangenen Jahr hat die AG Modell Europaparlament für alle 9. Klassen ein Schulparlament veranstaltet. Es fand statt vom 24.01. bis zum 27.01.2011 fast unter Ausschluss der Lehrerschaft. Während dieser vier Unterrichtstage betreuten Schüler aus den 10. Klassen und der Oberstufe alle Schüler der 9. Klassen. Nach einem ersten Kennenlerntag, an dem sich die zufällig zu Ausschüssen zusammengestellten Neuntklässler zum ersten Mal mit ihrem Thema befassten und dieses in der Aula in einem kleinen Sketch präsentierten, wurde dann zwei Tage lang intensiv an verschieden Themen wie Gestaltung der Schule als Ganztagsschule, Integration, Kommunikation oder Unterrichtsgestaltung, aber auch eher politischen Themen wie Wahlrecht mit 16? gearbeitet.

Die Idee entstand in der AG Modell Europaparlament, die diese typische Debattenform mehr Schülern bekannt machen wollte. Herausgekommen ist ein Forum, in dem Schüler sich ernsthaft mit ihrer Schulrealität auseinandersetzen und in dem sichtbare Ergebnisse produziert werden.

Der Ergebnis waren 8 Resolutionen, die am Donnerstag in einer großen Plenardebatte im Fontanehaus diskutiert und verabschiedet wurden. Nicht alle wurden angenommen, wer am besten überzeugen konnte durch kluge Diskussionsbeiträge oder vorbereitete Reden, konnte jedoch seine Resolution "durchbekommen".

Eine Resolution, was ist das überhaupt?

Hier ein Beispiel unseres Parlaments:

Gestaltung der Ganztagsschule (Auszüge)

Aufgrund der Tatsache, dass Schüler, die nicht am Ganztag teilnehmen können, nicht an den AGs teilnehmen können, herrscht Unmut unter den Schülern,

Besorgt über die Tatsache, dass viele Lehrer meinen, ihr Fach sei das einzige und dementsprechend viele Hausaufgaben aufgeben,

Daran erinnernd, dass das Mittagessen in der Vergangenheit nicht immer den Wünschen der Schüler entsprach,

fordert das Schulparlament, dass die AGs und Lenwerkstätten offen für alle Schüler sind

wünscht das Schulparlament von den Lehrern eine gegenseitige Absprache der Hausaufgaben

schlägt das Schulparlament vor, dass Lehrer weniger schriftliche Hausaufgaben aufgeben und dafür mehr mündliche Stundenwiederholungen durchführen

wird gewünscht, dass frühzeitig ein Speiseplan ausgehängt wird und dass man aus verschiedenen Gerichten wählen kann.

Auch im kommenden Jahr soll es wieder ein Schulparlament geben. Wer an der Organisation teilnehmen will und sich selbst als Ausschussvorsitzende/r ausprobieren möchte, ist herzlich eingeladen. Termine für die kommenden Treffen werden an der MEP-Wand neben Raum 141 bekanntgegeben.

Reportage Schulparlament 2012

Montag 17.02, 8:30...

Alle Schüler der 9.Klasse tummeln sich im Flur des dritten Stocks unserer Schule. In einigen Gesichtern ist Müdigkeit zu erkennen und Unlust auf das was kommt. Doch dieser erste Eindruck soll täuschen, denn nur wenige Minuten später sitzen alle Schüler ruhig in ihren Ausschüssen. Etwas zu ruhig finden die AV`s (Ausschussvorsitzenden), deswegen schlagen sie Kennenlernspiele vor. Aber auch hier bleibt es meistenteils still und artet nicht, wie erwartet, in Chaos aus. Nach einer kleinen Einführung in die Themenbereiche1des Schulparlaments wissen die Schüler worauf es ankommt. Ein kleiner Sketch zum Anfang soll den ersten Tag dieser Woche auflockern und auch den Schülern aus den anderen Ausschüssen die verschiedenen Themen unseres Schulparlaments näherbringen. Alle Schüler drängen sich in unsere Aula und jeder Ausschuss stellt sein Thema mit einer kurzen Alltagssituation, die den Zuschauer ansprechen soll, vor. Die meisten bringen das Publikum zum Lachen. Und es ist doch erstaunlich, dass man nur das reale Leben braucht, um Menschen zum Lachen zu bringen und zu zeigen, wie sie auf Außenstehende wirken, besser gesagt meistenteils auf die Lehrer. Doch nun wundere ich mich, warum die Schüler über diese nachgespielten Szenen lachen können, aber die Lehrer im Unterricht nur mahnen und meckern. Liegt das nichtan den oft entstehenden Missverständnissen, die sich aus solch einer Situation ergeben? Klar ist, dass nicht nur Lehrer, sondern auch die Schüler dafür verantwortlich sind, das Schulklima zu verbessern und mehr für Demokratie und Kompromissbereitschaft an der Schule zu sorgen. Das dies nun in die Tat umgesetzt werden soll, steht für alle fest.

Auf diesen amüsanten Start in die Projektwoche folgen zwei Tage harter Arbeit, mit vielen Überlegungen, die in den einzelnen Ausschüssen angestellt werden. Es gibt viele Probleme,für die nun endlich Lösungen gefunden werden sollen. Die Köpfe rauchen und die Müdigkeit holt einen ein. Bei dem einen, weil er zu spät schlafen gegangen ist, aber bei den meisten, weil sie sich nun mal einen Kopf über die Dinge machen, die sie an der Schule verbessern wollen. Am Ende jeden Tages blieb sogar noch Zeit, um sich auszuruhen und noch ein paar Spiele zu spielen oder die Zeit für einen Film zu nutzen. Die richtigen Probleme traten erst mit der Zusammenlegung der beiden Einzelausschüsse auf, denn anfangs sah ich uns nicht als eine Gruppe an, sondern erstmals als Gegner, welche die eigenen ausgearbeiteten Lösungen in Frage stellen. Nun mussten die Ausschussvorsitzen eingreifen. Hier sind wir wieder beim Thema, denn wenn man die Dinge nicht demokratisch lösen kann, wie denn dann?

In enger Zusammenarbeit mit den AV's ist es doch gelungen annehmbare Vorschläge für eine Resolution hervorzubringen. Ich denke, am dritten Tag dieser Woche waren alle froh, als sie um 15 Uhr endlich gehen konnten und eine gute Resolution entstanden war. Nun ist allen klar geworden, wie wichtig es ist, nicht nur die eigene Meinung zum Ausdruck bringen zu wollen, sondern auch die Meinung anderer zu respektieren und zu tolerieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, denn nur so funktioniert eine demokratische Zusammenarbeit.

Der nun folgende Tag sollte nicht ganz so stressig werden, denn meistenteils waren die Resolutionen fertig geschrieben. Vielmehr musste nun die Frage geklärt werden: Wer aus dem Ausschuss trägt das Ganze vor? Wer hat Talent und vorallem das Können die Resolution glaubhaft und überzeugend zu vertreten und wer traut sich so etwas überhaupt zu? Wieder wurden den AV's Steine in den Weg gelegt, denn es ist nicht einfach so jemanden zu finden und vorallem mussten die Vorsitzenden viel Überzeugungskraft aufbringen, um die betreffenden Schüler zu ihrem Glück zu „zwingen“. Jetzt ging es für viele ans Redenschreiben. Die meisten haben so etwas zuvor noch nie gemacht, weshalb es auch für mich im ersten Moment schwer erschien und ich sehr viel geistigen Einsatz brauchte, um schlagfertige Argumente aufs Papier bringen zu können. Der letzte Tag, der Tag der Entscheidung darüber, ob die Revolution des Ausschusses angenommen wird oder nicht bricht an. Die meisten Schüler sitzen völlig relaxt auf ihren Stühlen im Plenarsaals des Theodor Fontane Hauses, doch bei den Rednern stieg die Nervosität und die Aufregung mit jeder Minute, die die Zeit zu ihrer Rede verkürzte. Fein angezogen lauschten alle Schüler den Rednern und staunten nicht schlecht über manche Lösungsvorschläge. Charmant versuchten viele Vortragende mit viel Witz und Ironie eine Resolution zu zerschlagen, doch auch die Verteidiger waren nicht aus Zucker. Ich merkte, sie können sich mit der Resolution ihres Ausschusses identifizieren und waren voll dabei. Dieses Feeling haben sie versucht auf sie Schüler und das Präsidium zu übertragen und sie bei der Abstimmung auf ihre Seite zu ziehen. Insgesamt kann ich feststellen, dass diese Woche uns allen die Themen Respekt, Demokratie und vorallem auch unser Schulmotto „Miteinander Leben, voneinander Lernen“ in einer produktiven, aber lockeren Art nähergebracht hat.

1 Demokratie an der Schule, respektvoller Umgang untereinander, interessante Wandertage und Klassenfahrten,

Einsatz moderner Medien und das immerwährende Thema: Ordnung und Sauberkeit).

Katrin Rahden, 9c

Copyright © 2016 Friedrich-Engels-Gymnasium Berlin. Alle Rechte vorbehalten.