MEP – Modell Europaparlament


Bei dem Modell Europa Parlament handelt es sich um ein Plan- und Rollenspiel, bei dem Schüler der Jahrgangsstufen 9-11 das Europäische Parlament simulieren. Die Vorbereitung findet in der AG MEP statt, die für Schüler der 9. und 10. Klassen gedacht ist und an der aber auch die erfahrenen "MEPler" teilnehmen, ganz im Sinne der Devise: Schüler lernen von Schülern.

Auch dieses Jahr, genauer gesagt vom 28.02. bis 04.03.2011 war es mal wieder so weit und unsere Delegierten Jessi, Hanna, Marcel und Nastasja trafen sich mit 160 anderen Jugendlichen aus Deutschland, Ungarn und Polen für eine Woche in ihrer Rolle als Europaabgeordnete. Dieses Jahr vertraten wir die Interessen Schwedens, deshalb haben wir auch während der Vorbereitung die schwedische Botschaft besucht. Das wichtigste Werkzeug eines Politikers ist seine Redekunst, auch die wurde vorab geschult bei einem eintägigen Workshop bei der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Gut vorbereitet und mit dem passenden Outfit in der Reisetasche fanden sich die nun nicht mehr Schüler sondern Parlamentarier im Gästehaus der Stadtmission ein, wo alle gemeinsam untergebracht waren.

01.03.2011 der erste Auftritt unserer Delegierten im Haus der Bundespressekonferenz.

Alle Delegationen stellen sowohl ihr Bundesland als auch ihre Schule als auch das Land vor, das sie repräsentieren. Eine eher vergnügliche Angelegenheit; allerdings schimmert darunter schon der Ernst der Veranstaltung durch. Anzüge, wohin man schaut, auch die Damen haben sich ordentlich herausgeputzt. Nach dieser Auftaktveranstaltung geht es direkt in die verschiedenen Landesvertretungen, die ihre Türen für diese jungen Abgeordneten geöffnet haben, damit sie dort ihre Ausschusssitzungen abhalten können.

02.03.2011 Es wird fleißig in den Ausschüssen gearbeitet, das ist nicht nur für die Delegierten stressig, sondern auch für die Vorsitzenden, so auch für Lisa aus der 10 a, die sich für diesen Job qualifiziert hatte. (Ausgewählt wurde sie während des letzten MEPs, wo sie als Delegierte teilnahm, für die Teilnahme an einem internationalen MEP, und dann vorgeschlagen für einen Ausschussvorsitz.) Aber auch die vielen Assistenten, die aus unserer Schule teilnahmen (Susanne, Fritzi ,Teo, Stefan und Mahsum), hatten eine Menge Arbeit, damit die Resolutionen pünktlich fertig wurden.

Abends tagten dann alle in lockerem Ambiente im FEG beim leckeren Buffet, das uns Annette zubereitet hatte, und bereiteten sich auf die Plenardebatte am kommenden Tag vor. Nun galt es die Schwachstellen der Resolutionen zu finden, Redebeiträge zu konzipieren, Änderungsanträge zu schreiben, Unterstützer zu finden, ... Bis in die Nacht hinein wurde an Reden gebastelt, wurde diskutiert. Man sieht, das MEP ist mehr als eine Woche schulfrei, das ist harte Arbeit bei wenig Schlaf.

03./04.03.2011 Zwei lange Tage Plenardebatte

Nun kommt der Höhepunkt der Veranstaltung: die Plenardebatte im Bundesrat. Eröffnung mit Hymne und Ansprache, dann hitzige Debatten, Abstimmungen, etliche Resotuionen werden abgelehnt, Enttäuschung bei den Beteiligten. Am Freitag wird die Debatte durch eine Fishbowldiskussion mit der grünen Europaabgeordneten Ska Keller, geleitet von Laura Selke (4. Semester) unterbrochen. Auch sie konnte nicht für alle Fragen eine optimale Antwort anbieten, aber gerade das machte sie in der Augen der Jugendlichen sympathisch und ehrlich.

Was bleibt nach dieser anstrengenden Woche, die wie immer mit einem großen Abschiedsfest endet?

Zwei von unseren Delegierten (Jessica und Marcel) wurden für ein internationales MEP nominiert. Für alle anderen bleibt als Trost die Teilnahme als Assistent/in, die Vorbereitung des Schulparlaments und dessen Durchführung und hier die Möglichkeit nicht nur einen Ausschuss zu leiten, sondern möglicherweise auch die Plenardebatte.

Und wer jetzt Lust bekommen hat auch einmal Europa auf Probe zu machen, der/die ist herzlich eingeladen, an unseren AG-Treffeb teilzunehmen. Die Termine hängen am MEP-Brett neben Raum 141 aus.

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