Unser gelebtes und gelehrtes Motto

Ethik

Das Fach Ethik wird in den Klassen 7-10 als Pflichtfach mit zwei Wochenstunden an unserer Schule unterrichtet. Für die Schülerinnen und Schüler bietet das Fach die einzigartige Möglichkeit, sich mit der eigenen Person in den Unterricht einzubringen. Ausgehend von der eigenen Person knüpfen die Schüler an persönliche Erfahrungen an (Individuelle Perspektive), untersuchen diese auf ihre gesellschaftliche Relevanz (Gesellschaftliche Perspektive) und beziehen auf der Suche nach einer Antwort die Positionen großer Philosophen, Denker und Religionswissenschaftler mit ein (Ideengeschichtliche Perspektive).

Im Fach Ethik fördern wir die Fähigkeit, Sachverhalte unter ethischer Perspektive wahrzunehmen und zu beschreiben sowie moralische Motive und Konsequenzen in alltäglichen Situationen zu erfassen. Die Fähigkeit, sich in die Lage anderer Menschen hineinzuversetzen und gegebenenfalls abweichende Urteile nachzuvollziehen wird geschult. In Diskussionen, Debatten und Streitgesprächen bauen die Schüler ihre Argumentations- und Urteilskompetenz aus, entwickeln dabei die Fähigkeit, die eigene moralische Überzeugung glaubwürdig zum Ausdruck zu bringen und üben gemeinsam mit uns, zunehmend auch das zu tun, was man als richtig eingesehen hat. Das Schulmotto „Miteinander leben – von einander lernen“ wird daher besonders im Ethikunterricht gelebt.

Zu den Themenkomplexen unseres Unterrichts gehören u.a. Identität, Freundschaft, Glück, Freiheit, Verantwortung. Toleranz, Gerechtigkeit, Gewissen, Nachdenken über den Tod und Glauben. Die Themen können wir je nach Klassensituation in der Reihenfolge oder im Schwerpunkt verändern, um die Bedeutsamkeit des Themas für die Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Die Progression des Unterrichts basiert einerseits auf der Progression der Reflexionsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, andererseits aber auch auf der zunehmenden Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler. Die Themen legen wir so an, dass der fächerübergreifende Aspekt zunehmend an Bedeutung gewinnt und somit eine mögliche Präsentationsprüfung im Rahmen der Prüfungen zur Erlangung des Mittleren Schulabschlusses auch inhaltlich vorbereitet wird. Wir schließen uns mit verschiedenen Fachlehrern eines Klassenteams im Rahmen des Unterrichts zu verschiedenen Projekten zusammen, um das im Unterricht behandelte Thema für die Schüler besonders ganzheitlich erfahrbar zu machen.

Bei der Behandlung der verschiedenen Themen achten wir darauf, nicht nur die Philosophie, sondern auch die Psychologie und die Religionswissenschaft einzubinden. Zudem wählen wir in jedem Schuljahr einen religionswissenschaftlichen Schwerpunkt.

Dem Besuch außerschulischer Lernorte und der Kooperation mit verschiedenen Institutionen und Organisationen des gesellschaftlichen Lebens kommen in unserem Ethikunterricht eine besondere Bedeutung zu. Regelmäßig binden wir beispielsweise Besuche in Moscheen, Kirchen, der Synagoge und dem buddhistischen Zentrum in den Unterricht ein; gemeinsam entdecken wir das Jüdische Museum, das Museum für Islamische Kunst, die Blindenwerkstatt Otto Weidt und das X-Berg-Museum für Migration; wir bemühen uns um Kooperation mit diakonischen Einrichtungen wie dem Evangelischen Johannisstift, der Suppenküche der Franziskaner, der Zentralen Anlaufstelle Hospiz und wir organisieren Zeitzeugengespräche.

Das Ethikkollegium setzt sich aus Frau Lemke-Wegener, Frau Hoehle-Horn, Frau Honigmann, Frau Kirk und Herrn Dr. Riede zusammen.

Verstärkt wird unser Team durch die Referendar_innnen Frau Anton, Herrn Dittrich, Herrn Friedrich und Frau Vurankaya.

Stand: Januar 2015

Der Tod ist wie ein Horizont,
dieser ist nichts anderes als die Grenze unserer Wahrnehmung.
Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere,
ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.

Liebe Barbara,

du fehlst uns und wir vermissen dich. Wir sind unendlich traurig, dass du nicht mehr bei uns bist.

Wir denken an dich.

Deine Kolleginnen und Kollegen vom Fachbereich Ethik.

11. März 2014

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