Inhalte des Wahlpflichtkurses W8 Wetterkunde

Ausgehend von einer Vorstellung der schuleigenen Wetterstation werden die Messprinzipien der vorhandenen Geräte besprochen. Ziel ist es, die Schülergruppe zum regelmäßigen Messen der Wetterdaten zu befähigen, um ihnen eine der wichtigsten Tätigkeiten in der Wissenschaft, das Sammeln von verlässlichen Daten, näher zu bringen.

Im Anschluss werden meteorologische Grundlagen über den Aufbau der Atmosphäre und die Temperaturverteilung auf der Erde besprochen. Daraus werden die einfachen Druckgebilde (Hitzetief und Kältehoch) abgeleitet. In diesem Zusammenhang sind Versuche zum Druck von Gasen (in Kooperation mit den Physikern der Schule) möglich. Im Anschluss werden der Wind und die ihn beeinflussenden Kräfte (Gradient-, Coriolis- und Reibungskraft) behandelt. Hier bietet sich die Behandlung des ersten Teils der atmosphärischen Zirkulation an: der Passatkreislauf (ggf. Wiederholung aus dem Geografie-Unterricht). Damit gelangt man zu den subtropischen Hochdruckgebieten, die auch noch mit den Vorgängen an der planetarischen Frontalzone erklärt werden können. Damit ist die Abfolge der planetarischen Luftdruck- und Windgürtel nachvollziehbar. Eingestreut werden kann das Phänomen El Niño, das als Sonderfall der Walker-Zirkulation über dem tropischen Pazifik interpretiert wird.

Es folgt eine Behandlung von Luftdruckdarstellungen verschiedenen Maßstabs: die Wetterkarte wird besprochen (Interpretation, Inhalte des Stationssymbols, Erstellung einer Wetterkarte für Mitteleuropa aus den Daten des Wetterschlüssels (fakultativ)). Hierbei müssen die Wettervorgänge beim Durchgang eines Tiefdruckgebietes behandelt werden. Zusammen mit der Beobachtung von Wolken und der Behandlung ihrer Entstehung wird dies zu Erstellung einer eigenen Kurzfristvorhersage genutzt.

Anschließend folgt die Behandlung von Niederschlagsarten. Hier können z. B. auch Risiken wie Lawinen behandelt werden. Mit Hilfe von Atlaskarten kann dann der Bezug zur Biologie hergestellt werden durch die Erklärung des Frühlingseinzugs in Deutschland und die Auswirkungen auf die Wachstums- bzw. Vegetationszeit.

Bei Interesse der Schüler werden darüber hinaus weitere Wetterphänomene wie z. B. Hurricanes oder Tornados behandelt; auch lokale Windsysteme können Gegenstand des Unterrichts sein. An solchen Stellen wird auf die Wünsche der Schüler so weit wie möglich eingegangen.

Informationsstand März 2011

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