Projekt Bilderschmecker:

Im September 2015 startete das Projekt zum Thema Kunst und Ernährung. Beteiligt waren der LK-Kunst, 4.Sem. mit großen Food-Bildern auf ehemaligen Pinnwänden; der LK-Kunst 2. Sem., mit Portfolios zum eigenen Essverhalten, der Grundkurs Kunst, 2. Sem mit großen Ernährungspyramiden und die Klassen 10e und 10d mit T-shirts zum Thema Zucker. Zu diesem Thema ist außerdem ein Kunst- Kochbuch geplant.

Zum Abschluss fand am Freitag, den 15. April in den Räumen des Vimonda Verlages ein Abschlussfest statt. Dazu sollte jeder Schüler zu seinem Bild passende Gerichte zubereiten. Das war super lecker.

Danke an alle für die rege Teilnahme. Danke auch für die ingtensive Unterstützung des Verlegers Michael Frühbis und für die Buchpräsentation der Heinrich-Böll Stiftung)

gez. Thomas Erdt, Kunstlehrer

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunstunterricht in zwei Willkommensklassen

Die im Kunstunterricht eingesetzten Verfahren können u.a. als ganzheitliche, kreative Tätigkeiten chrakterisiert werden, die aus komplexen Einheiten konzeptioneller, entwerfender, realisierender und analysierender Phasen des Denkens und Machens bestehen. Dabei eingesetzte Kenntnisse und Fähigkeiten ermöglichen die qualitätsvolle Realiserung einer Idee, eines Gestaltungsvorhabens, einer Aufgabenstellung etc. als Entwurf, Zeichnung, Bild, Objekt etc.. Die Kompetenz zur Analyse dieser Gestaltungsvorhaben und die Kommunikation darüber gehören dabei immer zu den Anforderungen eines qualitätsvollen Kunstunterrichtes.

Die Zusammensetzung der beiden von mir unterrichteten Willkommensklassen mit 12- bis 19jährigen Schülerinnen und Schülern ist neben dieser äußerst heterogenen Alterstruktur auch durch eine gro0e kulturelle Vielfalt gekennzeichnet. Die Kinder und Jugendliche stammen aus 12 Ländern: Albanien, Afghanistan, Bulgarien, Bosnien, der Dominikanischen Republik, Ecuador, dem Kosovo, Mazedonien, Portugal, Rumänien, Serbien, Syrien, Thailand und der Türkei.

Das auch aufgrund der Altersstruktur unterschiedlich hohe intellektuelle Entwicklungsniveau der Kinder und Jugendlichen und die -trotz des intensiven Deutschunterrichtes- bei manchen Schülerinnen und Schülern nur wenig ausgeprägte aktive Sprachkompetenz bestimmten in beiden Gruppen die von mir gewählten Aufgabenbereiche, die methodische Durchführung und den Unterrichtsverlauf:

Das Kennenlernen und Benennen sowie das Abzeichnen von Formvorlagen, deren Variantenbildungen oder Formenkombinationen etc. halfen den Schülern bei der Entwurfs- und Konzeptfindung. Einfache Formfindungen, z.B. mit Ausstechformen, machten das Materialverhalten von Ton für den späteren Aufbau der großen Tonplastik erfahrbar. Diese und ähnliche, kleine Vermittlungs- und Übungsphasen unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, sich mit den für sie neuartigen Themenbereichen vertraut zu machen.

Die von mir -auch teilweise als thematische Versuchsballons- vorgeschlagenen Themen wurden von fast allen Jugendlichen, unabhängig vom Alter, mit Interesse aufgenommen und ausdauernd intensiv gestaltet. Viele Schülerinnen und Schüler bewältigen mit Ausdauer Schwierigkeiten bei der Realisierung der Zeichnungen und Objekte, was auch half, viele Hemmnisse der noch eingeschränkten sprachlichen Kommunikation zu überwinden.

In den Kunstprojekten konnten und könnendie Schülerinnen und Schüler ihr kreatives Potential im Rahmen des Schulunterrichtes zeigen. Es ist zu wünschen, dass für diese Kinder und Jugendliche auch außerhalb der Schule genügend Angebote der kulturellen Bildung vorhanden sind bzw. geschaffen werden, in denen die ihre Kompetenzen entfalten können und sie durch die Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu selbstbestimmten Mitgliedern unserer Gesellschaft werden.

 

Dieter Herrmann, Kunstpädagoge StR.a.D.

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